Archiv für Kategorie: 2011

 

 

 

Es gibt nichts Schlimmeres für einen Sportler, als kurz vor der Ziellinie noch abgefangen zu werden. Genau das ist Marc Dülsen vom Team Silla Hopp beim Ironman auf Hawaii passiert: 600 Meter vor dem Zielstrich, nach mehr als neun Stunden höchster körperlicher Anstrengung, sprintete der Karlsruher Steffen Haak an ihm vorbei. “Ich wollte mich anhängen, aber es ging nicht mehr. Meine Oberschenkel waren total zu”, erzählt Marc Dülsen. Der Rivale, den der Silla Hopp-Athlet aus den Liga-Wettkämpfen gut kennt, beendete den Wettkampf mit 17 Sekunden Vorsprung vor Dülsen auf dem zweiten Rang in der Altersklasse 24 bis 29. Doch Enttäuschung sucht man in der Miene von Dülsen, der das Rennen in einer Zeit von 9:05:27 Stunden beendete, vergeblich. Und dafür gibt es auch keinen Grund: “Ich war nur sieben Sekunden langsamer als in Frankfurt bei der Qualifikation. Normalerweise muss man in Hawaii angesichts der klimatischen Verhältnisse pro Disziplin fünf bis zehn Minuten dazurechnen”, erläutert der 26-Jährige seine Zufriedenheit.

Allerdings sprüht der Student der Mechatronik auch nicht über vor Freude – dabei hat er bei seiner Ironman-Premiere auf Anhieb einen Podestplatz erreicht und für das beste Ergebnis in der Geschichte des Teams Silla Hopp gesorgt. “Irgendwie war alles so schnell vorbei”, erklärt Dülsen seine Zurückhaltung, um aber im nächsten Satz gleich nachzuschieben: “Ich bin mit dieser Insel noch nicht fertig. Ich werde irgendwann nochmal in Hawaii starten.”

Dass es bei seiner Premiere im Mekka der Triathleten so gut geklappt hat, schreibt Dülsen zu einem guten Teil seinem Trainer Frank Mayer zu. “Er ist selbst ja schon dort gestartet und hat mir einige wertvolle Tipps gegeben”, sagt Dülsen. Unter anderem konnte der 26-Jährige auf der Radstrecke nach ungefähr 70 Kilometern auf dem Anstieg nach Hawi beschleunigen und sich von einigen Konkurrenten lösen, die mit dem Berg und dem böigen Gegenwind deutlich mehr Probleme hatten. “Mir liegen so schwierige Bedingungen”, sagt Dülsen lächelnd. Wertvoll war auch der Tipp von Frank Mayer, bei der Rückfahrt nach dem Wendepunkt sehr konzentriert zu fahren. “Der Seitenwind war so stark, dass es einen fast vom Rad geweht hat”, erinnert sich der Silla Hopp-Athlet.

Auf einige Probleme hatte sich der Bietigheimer, der acht Tage vor dem Start zum Akklimatisieren nach Hawaii geflogen war, selbst vorbereitet: “Das Schwimmen im Meer mit den Wellen ist völlig anders als in einem See”, lautete eine Erkenntnis. Trotz aller Vorbereitungen ließ es sich nicht vermeiden, dass Marc Dülsen beim Schwimmstart morgens um 7 Uhr einen kleinen Höllenritt durchmachen musste: “Die ersten 500 Meter waren ein reiner Positionskampf. Ich musste permanent schauen, dass ich nicht getunkt werde und habe zweimal Wasser geschluckt”, erzählt er. Anschließend konnte der 26-Jährige jedoch sein Tempo schwimmen und kam nach 59:50 Minuten aus dem Wasser – zehn Sekunden unter der Marschtabelle. “Das hat mich schon mal motiviert”, freute er sich.

Vom Rad stieg Marc Dülsen nach 4:52:21 Stunden, und blieb auch hier unter seinem Zeitplan von fünf Stunden. Während des abschließenden Marathons erfuhr der Silla Hopp-Athlet von einem Mitläufer, dass er in der Altersklassenwertung auf Platz eins liege. Diesen hielt Dülsen bis Kilometer 28, bis er vom Amerikaner Joe Thorne überholt wurde. “Damit habe ich gerechnet. Thorne kommt von der Leichtathletik und war Junioren-Weltmeister”, erzählt der 26-Jährige. Am Ende bedeutete seine Zeit nicht nur Rang drei in der Altersklasse hinter Thorne und Haak, sondern auch Platz 52 in der Gesamtwertung. Das ist ein Grund zum Feiern – und das wird das Team Silla Hopp morgen mit Marc Dülsen tun.

Quelle: Henning Maak, Marbacher Zeitung, 21.10.2011

Tolle Ergebnisse für unsere Athletinnen und Athleten beim Bottwartal-Marathon. Den Vogel schießt Steffi Feger. 1. Marathon. 3:04! Platz 2. Beste Deutsche nach einer Kenianerin. Congrat. David Albert 7. beim HM Süd.

Marc Dülsen Dritter auf Hawaii
Der Bietigheimer Marc Dülsen vom Team Silla Hopp wird bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii Dritter in seiner Altersklasse. Für die 3,8k Schwimmen, 180k Rad und den Marathonlauf benötigte Dülsen 9:05:27. Qualifiziert hat sich Marc Dülsen für diesen legendären Triathlon im Juli in Frankfurt.

Stephanie Feger ganz oben
Beim 26. Ingersheimer Herbstlauf – traditionell immer am letzten Wochenende im September – waren vier Athleten des Team Silla Hopps am Start.
Die 10km-Runde gilt als sehr anspruchsvoll. Start und Ziel ist beim Sportgelände am Neckar. Dann geht es in einem kupierten Rundkurs durch die Weinberge von Großingersheim und Kleiningersheim.
Mit einem starken Lauf und einen schönen Vorsprung gewinnt Stephanie Feger die Damenwertung. Mit ihren 41:22 Minuten setzt sie auch die “Silla-Jungs” unter Druck. Hier gewinnt David Alber (38:09) seine Altersklasse (MH) und belegt den 6. Gesamtplatz. Nico Richter (40:48) wird 14. in der Gesamtwertung (Platz 2 in der Altersklasse MH). Robin Schmider (41:08) verpasst nur um den Bruchteil von einer Sekunde das “Stockerl” (Platz 4 Altersklasse MH) und belegte Platz 18 in der Gesamtwertung.

Letzter Triathlon im “Ländle”

Murr Silla-Hopp-Athleten zeigen in Kornwestheim wieder einmal gute Leistungen.

Der Triathlon in Kornwestheim ist traditionell eine der letzten Veranstaltungen im Ländle. Bei der 19. Auflage des Ausdauerwettkampfs waren auch einige junge und ältere Athleten vom Murrer Team Silla Hopp dabei. Trotz der äußerst widrigen Temperaturen erkämpften sie sich tolle Platzierungen und sorgten das ein oder andere Mal für knappe Entscheidungen. Einen wahren Krimi gab es beispielsweise bei den Schülern A.
Mit einer beeindruckenden Laufzeit (9:19 Minuten) schob sich Silla-Athlet Florian Huber nach 150 Metern im Becken, 6,5 Kilometern auf dem Rad und 2,2 Kilometern zu Fuß auf Rang eins (29:26 Minuten), dicht gefolgt von Vereinskamerad Niklas Knoll, der 29:29 Minuten benötigte. Der Drittplatzierte übertrumpfte selbt Sieger Huber auf dem Rad. Er war genau 30 Sekunden schneller. Tom Hochmuth, der sich mit einem Mountainbike auf die Strecke machte, belegte nach einem guten Schwimmen mit 32:26 Minuten Rang fünf.

Knapp das Podest verpasst hat Nina Buch mit ihrem vierten Platz bei den Schülerinnen A. Sie benötigte für den Triathlon gute 36:14 Minuten. Bei den Schülern B erreichte Bjarne Mayer den dritten Platz. Timo Kraft kämpfte sich durch und belegte Rang elf. Bei den Jugendlichen B erreichte Luca Zeiher Platz fünf . Im “internen Wettstreit” der Silla-Trainingsgruppe hatte er knapp die Nase vorne, denn er benötigte für die komplette Distanz genau 28:43 Minuten und war damit bester Murrer.

Nachdem die Schüler alles gegeben hatten, wurde nachmittags das Aktiven-Rennen gestartet. Auch hier gab es durchweg gute Ergebnisse zum Abschluss der Saison. Andreas Limbach und Daniel Schmid landeten mit ihren Zeiten unter den Top Ten, holten sich in ihren Altersklassen zudem die Plätze zwei und drei. Thomas Nägele landete insgesamt auf Rang 33, was Platz neun in der Altersklasse 45 bedeutete. Gunter Krüger erreichte in der AK 50 ebenfalls den dritten Rang, insgesamt bedeute seine Zeit Platz 51.

Quelle: Marbacher Zeitung, Julia Spors